SAM: MIT UNBESTECHLICHEM CHARME ZUM NEUEN ZUHAUSE

von Gabriele Menzel

Hallo mein Name ist Samuel, kurz "Sam" genannt. Am 22. Dezember 2002 wurde ich aus dem Tierheim Wermelskirchen abgeholt. Dort war ich zwei
Wochen lang mit anderen Leidensgenossen in einem Zwinger. Vorher war ich in einem Versuchslabor, habe also in den paar Monaten meines Lebens
schon viel mitgemacht.

  Erst die Konkurrenz ausgestochen...

Als eines Morgens Hans Werner und Gabi vor der Zwingertür standen sah ich meine Chance gekommen und sprang immer wieder am Gitter hoch. Doch ich hatte noch einen stürmischen Konkurrenten. Die anderen hielten sich ängstlich zurück. Eigentlich hat Gabi ja auf den anderen Beagle gezeigt, aber als die Tür einen Spalt weit aufging habe ich mich hindurchgezwängt und damit war die Schlacht gewonnen. Die beiden haben es nämlich nicht fertig gebracht, mich wieder einsperren zu lassen und gesagt "den nehmen wir"!

  ...dann Jule um den Finger gewickelt

Aber erst gab es noch ein Hindernis zu nehmen. Die hatten nämlich ihre kleine Rauhaardackelin Jule mitgebracht und wollten gucken, ob wir uns mögen. Wir haben uns aber beide ignoriert, wegen der Aufregung, und Gabi hat gesagt: "Das ist schon okay. Der Rest kommt später." Inzwischen habe ich die Kleine auch schon um den Finger gewickelt, mit meinem sonnigen Wesen erobere ich alle Herzen.

  Gar nicht so einfach, das neue Leben...

Die ersten Tage waren aber nicht so einfach. Ich bin einfach nicht zur Ruhe gekommen und von einem Zimmer ins andere gerannt, stundenlang. Und bei jedem neuen Geräusch habe ich gebellt und geheult. Gabi meint, das war der hohe Adrenalinspiegel, die Antwort auf den Stress und die vielen neuen Eindrücke. Vor allem sollte keine Tür zugemacht werden, ich lasse mich doch nicht wieder einsperren! Und es sollte auch niemand von mir weggehen. Jetzt, wo ich endlich eine Familie habe.

  ...aber ich hab's geschafft!

Inzwischen hat die größte Angst nachgelassen und ich habe so schnell ganz viel gelernt: Treppensteigen, mein Geschäft draußen zu verrichten, an der Leine und ohne Leine laufen, dass es Leckerchen gibt, wenn ich komme, wie gemütlich es ist, im Bett zu schlafen, keine Löcher in Sofas zu beißen und ... das reicht doch auch erstmal! Ich muss doch erstmal meine Jugend genießen, jetzt mit zehn Monaten steht mir doch die ganze Welt offen!

 

  Ich fühl' mich beaglewohl!

Ganz toll finde ich es, wenn Kinder zu Besuch kommen, denn die toben genauso gerne wie ich. Und riesenlange Spaziergänge. Wir wohnen nämlich im Sauerland ringsrum ist Wald! Einfach super!

  Einmal Laborbeagle - immer Laborbeagle!

Gabi und Hans Werner sagen, sie würden immer wieder einen Laborbeagle nehmen, weil wir so wunderbare Hunde seien. Man braucht nur Geduld und dann erntet man gaaanz viel Liebe und Freude.

  Sam und Jule im Netz

Klar, dass wir nun auch "online" erreichbar sind: Unter www.sam-jules.homepage.ms haben wir unsere Pfotenabdrücke hinterlassen.

 

© Gabriele Menzel 2003
Kontakt: Gabriele28093029@aol.com